Panikattacke – Was kann ich gegen Angstzustände und Panikattacken tun?

Viele Menschen leiden unter Angstzuständen wie Panikattacken. Angststörungen sind sehr weit verbreitet. Rund 2 bis 4 % der Bevölkerung erkranken in ihrem Leben an einer Angststörung oder Panikstörung. Frauen sind dabei dreimal so häufig betroffen wie Männer. Die Angststörungen oder Panikattacke beginnen typischerweise im Jugendalter bzw. im frühen Erwachsenenalter, meist zwischen dem 15. und 24. Lebensjahr. Oft laufen diese Menschen jahrelang zu Ärzten und bekommen Tabletten verschrieben, ohne dass eine Ursache für die Panikattacken gefunden wird. Meist treten diese völlig aus heiterem Himmel auf.

Panikattacke und Angststörung besiegen

Panikattacke – Was ist eine Angst und Panikstörung?

Bei Panikattacken handelt es sich um plötzlich auftretende Anfälle starker Angst. Diese werden von einer Vielzahl körperlicher Symptome begleitet. Dazu gehören beispielsweise Zittern, Schwitzen und Herzklopfen. Zudem plagen die Betroffenen Gedanken, die die Panikattacken noch verstärken. Sie leiden unter der Vorstellung, einen Herzinfarkt zu erleiden, zu ersticken oder in Ohnmacht zu fallen. Viele befürchten, an den Symptomen zu sterben. Zwar dauert eine Panikattacke nur kurze Zeit an, sie ist jedoch sehr intensiv und kräftezehrend.

Oft wird eine Panikattacke von einer Agoraphobie begleitet. Hier haben die Menschen panische Angst vor Situationen, aus denen sie im Falle eines Falles nur schwer entkommen können oder in denen ein Rückzug aufgrund einer Panikattacke peinlich wäre. Die Patienten haben dann beispielsweise Angst, in öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, ein Kino zu besuchen oder mit dem Fahrstuhl zu fahren. Auch weite Plätze werden dann vermieden.

Auch bei Kindern und Jugendlichen kann bereits eine Angst- und Panikstörung* entstehen. Leiden bereits die Eltern unter einer panischen Störung, übernehmen die Kinder oft das ängstliche Verhalten von ihren Eltern. Zeigt die Mutter beispielsweise in bestimmten Situationen einen ängstlichen Gesichtsausdruck, so schrecken die Kindern vor derartigen Situationen zurück. Sind die Eltern besonders ängstlich, erhöht sich folglich das Risiko, dass die Kinder später eine Panikstörung entwickeln.

Leiden die Kinder unter starker Trennungsangst, so kann sich dies auch in einer Panikstörung äußern. Wird eine derartige Angststörung und Panikstörung bei Kindern nicht behandelt, kann sie chronisch werden und in der Folge die Entwicklung der Kinder sehr negativ beeinflussen. Aus Angst ziehen sich die Kinder immer weiter zurück und verlieren so den Anschluss an ihre Altersgenossen.

Ähnlich wie bei Erwachsenen wird auch bei Kindern eine Panikstörung oft von weiteren psychischen Problemen wie Depressionen, Angst- und Suchterkrankungen begleitet.

Panikattacken Stop

Was passiert bei einer Panikattacke?

Alles, was während einer Panikattacke passiert, wird vom sogenannten vegetativen Nervensystem gesteuert. Dieses ist ein automatisierter Teil des Körpers. Deshalb laufen Panikattacken vollkommen automatisch ab.

Typische Symptome einer Panikattacke?

Zunächst fängt das Herz an, zu rasen und sehr stark zu klopfen. So kann mehr sauerstoffhaltiges Blut in den Körper gepumpt und alle Körperteile bestens versorgt werden. Dadurch ist der ganze Körper bereit zum Kampf oder zur Flucht.

Auch die Atmung verändert sich. Sie wird meist flacher und häufiger. Auch dies führt zu einer maximalen Versorgung mit Sauerstoff. Problematisch hierbei ist jedoch, dass die Betroffenen dadurch oft das Gefühl bekommen, zu ersticken oder schlecht Luft zu bekommen. Dies führt in der Folge zu einer Hyperventilation und es können Schwindelanfälle ausgelöst werden.

Der nächste Schritt besteht darin, dass von überall im Körper das Blut abgezogen und in die Arme und Beine geleitet wird, die ja für den Kampf oder die Flucht wichtig sind. Durch das Abziehen des Blutes wirken Betroffene während einer Panikattacke sehr blass. Auch ein flaues Gefühl im Magen kann entstehen, da auch hier das Blut fehlt. 
Nun folgt der Höhepunkt der Panikattacke.

Der Körper beginnt damit, in großen Mengen Adrenalin auszuschütten. Dadurch ist der Körper in Alarmbereitschaft und vorbereitet für die Konfliktsituation. Da jedoch keine wirkliche Gefahr besteht, vor der die Betroffenen fliehen müssten und auch kein Kampf durchgeführt werden muss, fängt der Körper aufgrund der hohen Anspannung nach kurzer Zeit an zu zittern.

Gleichzeitig wird auch vermehrt Schweiß produziert, da der Körper versucht, sich zu kühlen. 
Ab diesem Zeitpunkt beginnen Betroffene, sich übermäßig in die Situation hineinzusteigern. Sie befürchten beispielsweise zu sterben oder ohnmächtig zu werden. Sie denken nur noch daran, aus einer bestimmten Situation zu fliehen, bevor die schlimmste Befürchtung wie Tod, Herzinfarkt oder Ohnmacht auftreten kann.

Woran erkennt man eine Panikattacke?

Die Symptome einer Panikattacke äußern sich typischerweise im Denken, Fühlen, im Körper sowie im Verhalten.https://panikattacke-besiegen.de/selbsbewusstsein-staerken
Bei einer Panikattacke tritt plötzlich und aus heiterem Himmel eine sehr intensive Angst auf, die sich innerhalb weniger Minuten zu einem Höhepunkt steigert, um dann wieder abzuflauen.

Was fühlt der Betroffene?

Typische körperliche Symptome einer Panikattacke sind Herzrasen und Herzklopfen, ein starkes Beklemmungsgefühl, Atemnot oder Kurzatmigkeit, Schwindel, Zittern, Brustschmerzen, Schweißausbrüche, Mundtrockenheit, Übelkeit sowie Kribbeln und Taubheitsgefühle. Viele Patienten haben auch Todesangst.

Betroffene können sich nicht mehr richtig konzentrieren und geraten ins Grübeln. Sie malen sich aus, was passieren könnte und welche Symptome auftreten könnten. Es treten Gefühle wie Unsicherheits-, Benommenheits- und Ohnmachtsgefühle, das Gefühl nicht richtig da zu sein, sowie Angst, die Kontrolle zu verlieren, auf. Auch die Angst, einen Herzanfall zu erleiden oder gar zu sterben, ist sehr häufig. Die Gedanken kreisen also ständig darum, dass man eine schwere Erkrankung haben könnte, dass man die Kontrolle verlieren könnte, dass man ohnmächtig werden könnte oder gar ersticken könnte.

Wie äußert sich eine Panikattacke?

Auch ein bestimmtes Verhalten tritt bei Panikattacken häufig auf. So vermeiden Betroffene bestimmte Situationen oder gehen nur noch in Begleitung dorthin. Situationen, in denen sie befürchten, einen Panikanfall zu erleiden, verlassen sie oft fluchtartig. Oft trinken sie sich auch Mut an oder nehmen Beruhigungsmittel
Etwa 40% der Betroffenen erleben auch in der Nacht regelmäßig Panikattacken.

Es wird vermutet, dass die Panik als Reaktion auf bestimmte körperliche Veränderungen, wie einen schnellen Herzschlag, tagsüber erlernt wird und dann in der Nacht automatisch abläuft.

Wie lange kann eine Panikattacke dauern?

Eine wichtige Frage besteht darin: Wie lange kann eine Panikattacke dauern?
Sie kann wenige Minuten und im Extremfall auch mehrere Stunden andauern, meistens dauert sie jedoch zwischen 10 und 30 Minuten. Die Attacken können mehrmals täglich bis monatlich auftreten. Manchmal leben die Patienten in ständiger Angst vor dem nächsten Anfall.

Eine Panikattacke kann völlig überraschend enstehen, während der Betroffene beispielsweise ganz in Ruhe auf dem Sofa sitzt. Oft können sie aber auch durch ganz bestimmte Situationen ausgelöst werden. 

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Welche Arten von Angststörungen und Panikattacken gibt es?

Es kann zwischen verschiedenen Formen von Angststörungen unterschieden werden.

Spezifische Phobie

Bei einer spezifischen Phobie steht die Angst vor bestimmten Objekten oder Situationen im Vordergrund. So tritt besonders häufig eine Angst vor bestimmten Tieren wie Spinnen, vor Naturgewalten wie Gewitter oder Wasser oder vor Situationen, in denen eine Gefahr vermutet wird, auf. Hierzu gehören beispielsweise öffentliche Verkehrsmittel, Tunnel oder Aufzüge. Bei einer spezifischen Phobie werden die gefürchteten Situationen vermieden oder können nur unter großer Angst durchgestanden werden. Die Betroffenen wissen jedoch auch, dass ihre Reaktion übertrieben ist und im Grunde keine wirkliche Gefahr besteht. 

Etwa 6 bis 15% der Bevölkerung sind in ihrem Leben von einer spezifischen Phobie betroffen. Meist tritt die Angst in der Jugend oder im frühen Erwachsenenalter zum ersten Mal auf. Wird sie nicht behandelt, bleibt sie meist dauerhaft bestehen.

Eine Sonderform der spezifischen Phobie ist die Blut-, Spritzen- und Verletzungsphobie. Hier haben die Betroffenen Angst vor Blut oder Spritzen oder davor, sich zu verletzen. Bei den Betroffenen steigen der Blutdruck und der Herzschlag durch die Angst zunächst an, um anschließend abrupt abzufallen. Gleichzeitig werden die Blutgefäße erweitert. Dies führt dazu, dass die Neigung, in Ohnmacht zu fallen, stark erhöht ist.

Soziale Phobie

Leidet ein Mensch unter einer sozialen Phobie, so fürchtet er, von anderen als merkwürdig, peinlich oder lächerlich empfunden zu werden. Normale Verhaltensweisen wie Essen oder Reden sowie Zeichen ihrer Angst wie Zittern, Schwitzen oder Erröten, sind diesen Menschen peinlich. Die Angst tritt typischerweise in Situationen auf, in denen eine Beobachtung oder eine Bewertung auftreten kann, wie beispielsweise beim Essen in der Öffentlichkeit oder bei Prüfungen.

Sie kann jedoch auch auftreten, wenn Kontakt zu anderen Menschen aufgenommen werden muss, wie beispielsweise bei Unterhaltungen mit fremden Menschen oder Autoritätspersonen. Personen mit einer sozialen Phobie versuchen, diese Situationen zu meiden. Geraten sie doch in eine derartige Situation, so stehen sie diese meist nur unter starker Angst durch. Häufig treten typische körperliche Angstreaktionen wie Herzklopfen, Übelkeit oder Durchfall auf. Diese können sich dann bis zu einer Panikattacke steigern.

Personen, die unter einer sozialen Angst leiden, haben oft Schwierigkeiten einen Partner zu finden oder den Beruf erfolgreich auszuüben. 
Die soziale Angst oder soziale Phobie gehört zu den besonders häufigen psychischen Erkrankungen.
Etwa 7 bis 10 von 100 Menschen erkranken mindestens einmal im Leben an einer sozialen Phobie. Oft wird die soziale Angst oder die soziale Phobie von weiteren psychischen Erkrankungen wie Depressionen, anderen Angsterkrankungen oder Suchterkrankungen begleitet. Personen, die an einer sozialen Phobie leiden, beschäftigen sich dauernd mit ihren Ängsten.

Sie sehen sich selbst überkritisch und stellen sehr hohe Anforderungen an sich selbst, die sie dann aber nicht erfüllen können. 
Eine soziale Angst kann durch mehrere Faktoren ausgelöst werden. Dazu gehören beispielsweise ein kontrollierender und sehr überbehütender Erziehungsstil der Eltern, schlechte Erfahrungen mit anderen Menschen, belastende Lebensereignisse wie der Tode eines nahestehenden Menschen sowie bestimmte Persönlichkeitsmerkmale wie Schüchternheit.
Die Sozialphobie, auch soziale Angst genannt, muss behandelt werden, da sie unbehandelt in die soziale Isolation führen kann. 

Panikstörung

Welche Arten von Panikattacken gibt es?
Bei einer Panikstörung tritt unerwartet und wie aus heiterem Himmel sehr starke Angst auf. Die Panikanfälle werden dabei jedoch nicht durch ein bestimmtes Objekt oder eine bestimmte Situation ausgelöst.

Für den Betroffenen sind die Angstzustände daher nicht vorhersehbar und dadurch besonders bedrohlich. Im Verlauf einer Panikattacke steigert sich die Angst innerhalb weniger Minuten zu sehr starker Angst und klingt dann allmählich wieder ab. In der Regel dauert eine Panikattacke zwischen 10 Minuten und einer halben Stunde, kann jedoch auch kürzer oder länger anhalten. 

Im Verlauf einer Panikattacke treten sehr starke körperliche Symptome auf, die von den Betroffenen dann als bedrohlich wahrgenommen werden. Zu den typischen Symptomen gehören beispielsweise Herzrasen, das Gefühl zu ersticken, Übelkeit, Schwitzen und Schwindel.Viele Betroffene befürchten, während einer Panikattacke in Ohnmacht zu fallen oder zu sterben. Aufgrund der starken und nicht vorhersehbaren Ängste beginnen viele Betroffene damit, ein Vermeidungsverhalten zu entwickeln. So werden vor allem Orte und Situationen, aus denen im Notfall eine schnelle Flucht nicht möglich ist, wie öffentliche Verkehrsmittel, Kinos oder Geschäfte, vermieden. 

Eine Panikstörung tritt bei etwa 1 bis 5 % der Bevölkerung auf. Einzelne Panikanfälle werden hingegen wesentlich häufiger beobachtet, nämlich bei etwa 15 bis 30% der Bevölkerung. Meist tritt eine Panikstörung erstmals zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr auf. Wird die Panikstörung nicht behandelt, treten die Panikattacken phasenweise mal häufiger, mal seltener auf. Die Panikstörung verschwindet jedoch nicht wieder von alleine.

Generalisierte Angststörung

Bei einer generalisierten Angststörungen werden die Betroffenen von einer anhaltenden Angst begleitet. Diese ist mit vielerlei Befürchtungen begleitet. So befürchten Betroffene beispielsweise, dass Ihnen oder nahen Angehörigen etwas zustoßen könnte. Oft werden sie auch von gesundheitlichen oder finanziellen Sorgen geplagt. 

Die anhaltende Angst geht mit einer starken körperlichen Anspannung sowie verschiedenen Symptomen wie Herzklopfen, Schwindel, Benommenheit oder Magen-Darm-Beschwerden einher. Häufig können die Betroffenen auch nicht richtig ein- oder durchschlafen und sind in ständiger Wachsamkeit. Auch psychische Symptome wie Ruhelosigkeit oder Konzentrationsbeschwerden kommen oft hinzu. 

Typisch für eine generalisierte Angsterkrankung ist es auch, dass die Betroffenen sich Sorgen machen, dass ihnen die ständigen Sorgen schaden könnten. Dadurch versuchen sie häufig, die Sorgen zu unterdrücken, was in der Folge aber dazu führt, dass diese stärker und häufiger auftreten.Eine generalisierte Angststörung tritt bei etwa 4 bis 7% der Bevölkerung auf. Meist beginnt die Erkrankung in der Jugend oder im jungen Erwachsenenalter, kann jedoch auch erst um das 40. Lebensjahr auftreten.

Ohne entsprechende Behandlung sind die Beschwerden meist chronisch.

Was sind die Ursachen von Panikattacken?

Wodurch werden Panikattacken ausgelöst?
Hinter einer Panikattacke können verschiedene Ursachen stehen.

Stresssituationen

Die Betroffenen befinden sich in einer Belastungs- oder Konfliktsituation, aus der sie keinen Ausweg finden.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Arbeitslosigkeit,
  • eine finanzielle Belastung,
  • die Trennung vom Partner,
  • ein Todesfall
  • eine schwere chronische Erkrankung eines Angehörigen.

Die Patienten leidern unter einer ständigen inneren Anspannung. Es kann dann bereits ein kleiner Auslöser, wie der Einkauf in einem überfüllten Supermarkt ausreichen, um einen Teufelskreis der Angst in Gang zu setzen, der dann schließlich in einer Panikattacke mündet.

Traumatische Kindheitserfahrungen

Oftmals sind traumatische Erfahrungen in der Kindheit die Ursache für eine spätere Angsterkrankung. Oft wurden Betroffene in der Kindheit vernachlässigt oder sexuell missbraucht. Oft haben sie einen Elternteil verloren oder es litt ein Elternteil an Alkoholismus.

Menschen, die an einer Panikstörung leiden, kommen oft aus Familien, in denen Gewalt an der Tagesordnung war. 
Es können aber auch Belastungen im Erwachsenenalter wie eine Scheidung oder der Tod eines Angehörigen zu einer Panikstörung beitragen.

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Ängstlichkeit

Menschen, die von einer erhöhten Ängstlichkeit betroffen sind, sind besonders gefährdet, Panikattacken zu entwickeln. Die Betroffenen interpretieren eigentlich ganz normale körperliche Symptome auf Stress als lebensgefährlich. In der Folge verstärken sich die körperlichen Symptome und die Angst schaukelt sich immer weiter auf.

Vermeidungsverhalten

Menschen, die von Panikattacken betroffen sind, entwickeln oft ein typisches Vermeidungsverhalten. Dieses führt wiederum dazu, dass die Angst aufrechterhalten wird und die Panikattacken in der Folge immer wieder auftreten.

Werden Betroffene ständig von anderen Personen begleitet oder führen Medikamente mit sich, wird dadurch das Problem eher verschlimmert. Sie glauben dann nämlich, dass sie eine bestimmte Situation nur überstanden haben, weil sie ja im Notfall Hilfe gehabt hätten. Können Betroffene nicht die Erfahrung machen, dass sie die Panik auch ohne Hilfe hätten besiegen können, bleibt die Angsterkrankung erhalten.

Persönlichkeitsmerkmale

Menschen, die unter Panikstörungen leiden, haben oft sehr hohe Ansprüche an sich, die nicht selten perfektionistisch sind. Sie fühlen sich für alles und jeden verantwortlich, können keine Grenzen setzen und auch keinen Ärger ausdrücken. In der Folge führen sie sich häufig überfordert, was wiederum die Entstehung einer Panikattacke begünstigt.

Körperliche Erkrankungen

Bestimmte körperliche Erkrankungen können ebenfalls Panikattacken auslösen. Hierzu gehören beispielsweise Schilddrüsenerkrankungen, ein Mangel an Vitamin B1, Lebererkrankungen oder Virusinfektionen. Auch ein niedriger Blutzucker oder ein niedriger Blutdruck können zu Schwinde, Schwäche und Benommenheit führen. Dies wird von den Betroffenen als gefährlich bewertet und löst in der Folge einen Angstszustand und Panikstörung aus. Besonders häufig treten Angstzustände und Panikattacken auch in Zusammenhang mit hormonellen Umstellungen, wie dies in den Wechseljahren der Fall ist, auf.

Substanzen, die Panikattacken auslösen

Bestimmte Substanzen wie Alkohol, Nikotin und Koffein können das Auftreten einer Panikattacke fördern. So wirkt Nikotin beispielsweise anregend auf den Körper. Ist der Betroffene ohnehin schon innerlich erregt, wird durch das Rauchen einer Zigarette die Unruhe noch weiter gesteigert. Im Extremfall kann dadurch eine Panikattacke ausgelöst werden.
Auch bestimmte Medikamente wie Schilddrüsenpräparate, Antidepressiva, Schlaftabletten oder Beruhigungsmittel können das Entstehen von Panikattacken fördern. 

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Wie kann bei Panikattacken und Angstzuständen vorgegangen werden?

Bei der Behandlung von Angstzuständen und Panikattacken kommen in der Regel 2 Behandlungsverfahren zum Einsatz: die die Psychotherapie sowie gegebenenfalls Medikamente zur Unterstützung. Auch Entspannung und Sport können sehr hilfreich sein.
So können Betroffene Ängste überwinden und Panikattacken loswerden.

Psychotherapie

Bei den psychotherapeutischen Behandlungsmaßnahmen werden in erster Linie die kognitive Verhaltenstherapie sowie psychodynamische Verfahren zum Einsatz.

Kognitive Verhaltenstherapie

Bei der kognitiven Verhaltenstherapie wird davon ausgegangen, dass auch die Gedanken Einfluss auf die Gefühle nehmen. Dies bedeutet, dass, wenn eine Person eine bestimmte Situation als gefährlich einstuft, wird sich das auch auf die Gefühle auswirken. Während einer kognitiven Therapie sollen Betroffene daher lernen, wie sich Denken, Fühlen und Handeln gegenseitig beeinflussen. Sie lernen, welche Denkabläufe und Verhaltensweisen zu einem Aufrechterhalten der Angst führen.

Oft kann sich ein Tagebuch als hilfreich erweisen, in dem Gedanken und Reaktionen in bestimmten Situationen festgehalten werden. Sodann muss versucht werden, die negativen Denk- und Verhaltensmuster zu durchbrechen und gezielt zu verändern. Während einer kognitiven Verhaltenstherapie werden die Betroffenen von ihrem Therapeuten ausführlich über die typischen Merkmale einer Angst- und Panikstörung aufgeklärt. Ängste überwinden und Panikattacken loswerden ist so möglich.

Damit die Betroffenen lernen, dass eine bestimmte Situation eigentlich gar nicht bedrohlich ist, begeben sie sich zusammen mit ihrem Therapeuten in die gefürchtete Situation. Die Patienten sollen dann lernen, so lange in der Situation zu bleiben, bis die Angst nachlässt und sie erkennen, dass es eigentlich keinen Grund für ihre Beschwerden gibt.

Oft wird die Konfrontation mit einer scheinbar bedrohlichen Situation zunächst auch nur in der virtuellen Welt durchgeführt. Ängste überwinden und Panikattacken loswerden ist so möglich.Um Rückfälle zu vermeiden, werden die Betroffenen durch ihren Therapeuten auf mögliche Panikattacken vorbereitet. So wissen sie, wie sie damit umgehen und Diese bekämpfen sollen.

 

Psychodynamische Psychotherapie

Die psychodynamische Psychotherapie will herausfinden, welche Konflikte einer Angst- oder Panikstörung zugrunde liegen und welche Bedeutung beispielsweise einer Panikattacke zugrunde liegt. So kann sie ein Ausdruck unterdrückter Gefühle sein, die dann nur durch die Angstzustände ans Tageslicht treten.

Im Rahmen einer psychodynamischen Behandlung versuchen die Betroffenen gemeinsam mit dem Therapeuten herauszufinden, welcher Konflikt zugrunde liegt, um diesen dann anschließend bearbeiten zu können. Die Betroffenen sollen lernen, dass die Ängste, die hinter dem Konflikt stehen, unbegründet sind. Ihnen werden von dem Therapeuten Wege aufgezeigt, wie die Konflikte konstruktiv gelöst werden können.Da viele Angstpatienten hilflos fühlen, versucht die psychodynamische Psychotherapie, sie in ihrer Unabhängigkeit und Selbstbestimmung zu stärken.

Medikamente

Zur unterstützenden Behandlung von Angst- und Panikstörungen kommen verschiedene Medikamente zum Einsatz. So werden oft Antidepressiva verwendet, die angstlösend und beruhigend wirken. Bis die Antidepressiva ihre volle Wirkung entfalten, dauert es jedoch in der Regel bis zu 2 Wochen. Bis diese wirken, werden deshalb von Ärzten zur Überbrückung häufig Benzodiazepine eingesetzt.

Diese gehören zur Gruppe der Beruhigungs- und Schlafmittel. Die Benzodiazepine zeigen zwar sehr rasch eine beruhigende Wirkung, können jedoch abhängig machen. Daher sollten sie nur so kurz wie nötig eingesetzt werden.

 

Entspannung und Sport

Angstzustände gehen oft mit einer sehr hohen Anspannung einher. Deshalb erweist es sich bei der Behandlung als besonders wirksam, wenn Betroffene lernen, sich in einen Zustand der Entspannung zu versetzten. Als hilfreich zeigt sich beispielsweise die progressive Muskelentspannung, bei der gezielt einzelne Muskelgruppen angespannt und dann wieder entspannt werden. Auch regelmäßige körperliche Aktivität kann sich als hilfreich erweisen.

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Panikattacken was tun?

Tritt eine Panikattacke auf, erweisen sich verschiedene Strategien als hilfreich. Ein ganz wichtiger Weg besteht darin, die Gedanken zu steuern. Betroffene sollten sich bewusst machen, dass die Symptome, die bei einer Panikattacke auftreten sowie die Umstände, die dazu führen, nicht lebensbedrohlich sind.

Atemübungen stellen eine sehr gute Hilfe bei Angstattacken dar. Betroffene sollten darauf achten, langsam zu atmen und insbesondere auf das Ausatmen zu achten. Bei einer Panikattacke kommt es nämlich oft zu einer Hyperventilation, bei der zu viel Kohlendioxid ausgeatmet wird. Durch das bewusste Ausatmen in eine Tüte kann die Hyperventilation unterbunden und so die Panikattacke abgefangen werden.

Um einer Panikattacke vorzubeugen, sollten Betroffene darauf achten, dass der Stresslevel im Alltag nicht zu hoch wird. Es sollte darauf geachtet werden, in regelmäßigen Abständen Ruhepausen einzubauen sowie auf ausreichend Schlaf zu achten. Auch Sport kann zur Vorbeugung einer Panikattacke eingesetzt werden.